Heizen mit Solar im Winter – lohnt sich das wirklich?
Dass thermische Solaranlagen zur Heizungsunterstützung und zur Warmwasseraufbereitung einen wertvollen Dienst leisten können, ist längst bekannt. Wenn im Sommer die Sonne vom Himmel strahlt, ist der Nutzen besonders offensichtlich.
Doch wie verhält es sich in den sonnenärmeren Monaten? Tatsächlich ist Solarthermie im Winter ebenfalls ein echter Gewinn. Auch wenn die Tage kürzer und kälter sind, lässt sich mit der richtigen Planung, Ausrichtung und Systemkombination ein lohnender Beitrag zur Wärmeversorgung erzielen.
3 Faktoren, die den Ertrag einer Solaranlage im Winter bestimmen
Abgesehen von der Sonnenscheindauer beeinflussen drei grundlegende Faktoren Ertrag und Effizienz einer Solaranlage: Fläche, Ausrichtung und Neigungswinkel.
- Fläche: Hier gilt der einfache Grundsatz: Je größer die installierte Kollektorfläche, umso höher fällt der potenzielle Ertrag aus.
- Ausrichtung: Es empfiehlt sich eine Südausrichtung, um das meiste Sonnenlicht einzufangen. Wobei auch eine Ost- oder West-Ausrichtung für die gezielte Energiegewinnung morgens und abends ihre Vorteile mit sich bringen kann. Natürlich ist zu beachten, dass keine baulichen oder natürlichen Hindernisse einen Schatten auf die Kollektoren werfen.
- Neigungswinkel: Komplexer wird es beim Neigungswinkel der Solarkollektoren, da dieser vom Sonnenstand der jeweiligen Jahreszeit abhängig ist.
Während Fläche und Ausrichtung meist durch das Gebäude vorgegeben sind, lässt sich der Neigungswinkel gezielt auf den gewünschten Ertrag abstimmen.

Der richtige Neigungswinkel für Ihre Solaranlage im Winter
Während die Sonne in den Sommermonaten hoch am Himmel steht, ist ihre Position in der kalten Jahreszeit selbst mittags wesentlich tiefer. Entsprechend verändert sich auch der ideale Neigungswinkel für eine Solaranlage im Winter.
Gilt im Sommer ein Neigungswinkel von 40 ° als optimaler Richtwert, kann zwischen Oktober und März ein Winkel von 70 ° den höheren Energieertrag bringen. Eine Jahresabwägung ist hier bei der Planung wichtig: Der steilere Winkel bringt zwar Einbußen von April bis September mit sich, kann für die Heizungsunterstützung über das Jahr hinweg aber durchaus Sinn machen. Denn der Wärmebedarf ist gerade in den kalten Monaten hoch, während im Sommer ohnedies häufig ein Energieüberschuss erzielt wird.
Neben dem Sonnenstand stellt der Winter aber noch eine zweite naheliegende Frage: Wie steht es um thermische Solarenergie bei Kälte, Frost und Schnee?

Kälte & Schnee: Gefahren für Solaranlagen im Winter?
Wie verhält es sich mit Solarenergie bei winterlichen Temperaturen und Niederschlägen? Können Kälte und Schnee im Winter zur Gefahr für die Solaranlage werden?
Um auch bei den niedrigsten Temperaturen die Gefahr des Einfrierens und mögliche Schäden zu vermeiden, werden moderne Solarkollektoren mit einem Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel als Wärmeträgerflüssigkeit betrieben. Auch wenn Schnee auf der Kollektoroberfläche liegt, ist das normalerweise kein Grund zur Sorge. Zwar verursacht der Schnee vorübergehend Einbußen bei der Energiegewinnung, doch Ausrichtung und Neigung der Kollektoren sorgen ohnehin für ein möglichst schnelles Schmelzen und Abrutschen.
Die Solaranlagen von Hargassner sind übrigens mit hagelschlaggeprüften Glasabdeckungen versehen und dementsprechend robust. In sehr schneereichen Regionen empfiehlt sich ein Kollektor der HSL-Varianten für erhöhte Schneelast.
Ist die Anlage wintertauglich geplant, stellt sich im nächsten Schritt die Frage, wie sie am sinnvollsten in das gesamte Heizsystem eingebunden wird.

Solarthermie im Winter mit Biomasseheizung kombinieren
Besonders sinnvoll ist Solarthermie im Winter als ergänzende Wärmequelle in einem intelligenten Gesamtsystem. Die Anlage nutzt die kostenlose Energie der Sonne, wann immer sie verfügbar ist. Reicht der solare Ertrag an trüben Tagen nicht aus, übernimmt das Hauptheizsystem nahtlos die restliche Versorgung.
Nachhaltig gelingt dies vor allem dann, wenn man das Heizen mit Solar im Winter mit einer Biomasseheizung kombiniert, die zuverlässig Wärme bereitstellt. Durch die Verbindung mehrerer Wärmeerzeuger sichert man sich die ökologischen und ökonomischen Vorteile einer Hybridheizung und profitiert von einer deutlich höheren Systemflexibilität.
Welche Kombination im konkreten Fall sinnvoll ist, hängt von Gebäude, Dachfläche, Wärmebedarf und bestehender Heizung ab.
Welche Solaranlage zu Ihrem Gebäude und Ihrer Heizung passt, hängt von mehreren Faktoren ab: Dachfläche, Ausrichtung, Wärmebedarf und bestehendes oder geplantes Heizsystem. Die Ansprechpartner von Hargassner beraten Sie gerne persönlich und zeigen, wie sich Solarthermie sinnvoll in Ihr Heizsystem integrieren lässt.









