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Hybrid-Wärmepumpe mit Gas kombinieren

Der smarte Mittelweg

Die hybride Gasheizung

Die Gasrechnung wird teurer – die Heizung läuft aber noch einwandfrei. Ein Kompletttausch fühlt sich in dieser Situation schlicht falsch an, und das zu Recht. Wer seine Gasheizung um eine hybride Wärmepumpe erweitert, muss diese Entscheidung gar nicht treffen: Die Wärmepumpe übernimmt einen Teil der Heizarbeit, statt die bestehende Anlage zu ersetzen.

Wie das technisch funktioniert, was Ihr Haus dafür braucht und womit Sie bei den Kosten rechnen können – das klärt dieser Beitrag.

Lohnt sich das? Die Funktion Wissenswertes Kosten, Ersparnis & Förderung

Geht das & lohnt es sich?

Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren

Ja, und zwar nicht als Notlösung, sondern als technisch erprobter Ansatz, der besonders dann Sinn macht, wenn die bestehende Anlage noch zuverlässig läuft. Das Konzept ist denkbar klar: Eine hybride Wärmepumpe arbeitet gemeinsam mit der Gasheizung im Verbund – beide übernehmen jeweils die Aufgaben, die sie am effizientesten erledigen können. Die Gasheizung bleibt als Leistungsreserve im System. Die Wärmepumpe übernimmt den Großteil der Arbeit.

Mit den Luft-/Wasser-Wärmepumpen bietet Hargassner genau für diesen Einsatz die Lösung. Sie lässt sich in bestehende Anlagen integrieren und bildet gemeinsam mit dem Gaskessel eine moderne Hybridheizung, die Effizienz und Versorgungssicherheit vereint. In der Regel bleibt das bestehende System vollständig erhalten, einschließlich der vorhandenen Heizkörper.

Aber wie entscheidet das System eigentlich selbst, wann Gas und wann die Wärmepumpe zum Einsatz kommt?

Hybride Gasheizung: Wie die Kombination im Alltag wirklich funktioniert

Wer eine Gasheizung mit Wärmepumpe kombiniert, bekommt ein System, das sich laufend anpasst. Die Wärmepumpe übernimmt von März bis Oktober vollautomatisch die Heizlast. In dieser Zeit bleibt die Gasheizung im Standby und greift nur dann ein, wenn sie wirklich gebraucht wird – etwa bei starkem Frost.

Wann arbeitet die Wärmepumpe und wann die Gasheizung?

Der entscheidende Begriff ist der Bivalenzpunkt: die Außentemperatur, ab der die Wärmepumpe allein nicht mehr wirtschaftlich heizt und die Gasheizung übernimmt. Oberhalb dieses Schwellenwerts trägt die Wärmepumpe den Großteil der Wärmeversorgung.

Die Steuerung regelt diesen Wechsel automatisch. Sie analysiert kontinuierlich:

  • Außentemperatur
  • aktuelle Energiepreise
  • Wetterprognosen
  • Effizienz

So entsteht ein System, bei dem die Gasheizung mit der Wärmepumpe nicht manuell gesteuert wird.

Wie effizient arbeitet das System über das Jahr?

Eine moderne Wärmepumpe erzeugt aus 1 kWh Strom etwa 3 bis 4 kWh Wärme. Daraus ergeben sich im laufenden Betrieb klare Effekte:

  • Bis zu acht Monate im Jahr übernimmt die Wärmepumpe die Heizarbeit
  • Im Sommer läuft auch die Warmwasserbereitung über die Wärmepumpe
  • Die Gasheizung bleibt in dieser Zeit inaktiv

Das System ist als Hybrid-Wärmepumpe verfügbar und lässt sich bei Bedarf mit einer Photovoltaikanlage kombinieren.

Überschüssiger Solarstrom wird dabei direkt für den Heizbetrieb genutzt – ein zusätzlicher Effizienzgewinn ohne Mehraufwand im Alltag.

Was muss ich wissen?

Wärmepumpe nachrüsten mit bestehender Gasheizung

Viele Hausbesitzer zögern an diesem Punkt, weil sie eine große Baustelle befürchten. In der Praxis ist die Nachrüstung meist deutlich einfacher. Eine Gasheizung mit Wärmepumpe zu ergänzen, bedeutet in den meisten Fällen: Die bestehende Anlage bleibt bestehen, nur wenige Komponenten kommen hinzu.

Was bleibt und was kommt dazu?

Der Gaskessel, die bestehende Verrohrung und meist auch die Heizkörper können unverändert bleiben. Ergänzt wird das System lediglich um das Außen- und Innengerät der Wärmepumpe sowie gegebenenfalls einen Abtauspeicher im Heizraum. Der Abtauspeicher sorgt dafür, dass der Außeneinheit genügend Energie für den Abtauvorgang zur Verfügung steht. Die Installation selbst ist in der Regel innerhalb weniger Tage abgeschlossen.

Was muss mein Haus mitbringen?

Eine vollständige Sanierung ist nicht notwendig. Wichtig sind vor allem drei Punkte:

  • Ein geeigneter Aufstellplatz für das Außengerät, etwa im Garten, an der Hauswand oder auf dem Dach
  • Gegebenenfalls ausreichend Platz im Heizraum für den Abtauspeicher
  • Eine Heizungsanlage, die noch funktionstüchtig ist

Auch höhere Vorlauftemperaturen sind im Hybridsystem kein Ausschlusskriterium. Gerade im Bestand lohnt sich ein Blick auf die Erfahrungen mit der Wärmepumpe im Altbau.

Für wen ist die Nachrüstung besonders sinnvoll?

Die Nachrüstung passt besonders gut, wenn die bestehende Gasheizung noch zuverlässig läuft, kein kompletter Umbau geplant ist und die Sanierung Schritt für Schritt erfolgen soll. Das Hybridsystem ist dabei kein Kompromiss, sondern eine bewusste Strategie: Der Gaskessel bleibt als Reserve erhalten und kann später jederzeit ersetzt werden.

Für Bestandsgebäude mit etwas älterem Heizsystem zeigt der Beitrag zur Hybridheizung im Altbau außerdem, welche Kombinationen sich in der Praxis bewährt haben.

Hybridheizung im Altbau

Kosten, Ersparnis & Förderung

Hybridheizung aus Gas & Wärmepumpe

Die Investitionskosten hängen von Gebäude, bestehender Anlage und Systemauslegung ab. Entscheidend ist jedoch: Die Wärmepumpe beginnt ab dem ersten Betriebstag, laufende Kosten zu senken, denn jede Kilowattstunde Gas, die die Wärmepumpe ersetzt, wirkt sich unmittelbar auf die Heizkosten aus.

 

Was ist realistisch einzusparen?

Die folgende Übersicht basiert auf einem unsanierten Einfamilienhaus mit 150 m², einem Jahreswärmebedarf von 30.000 kWh und einem Gaspreis von 0,17 €/kWh bzw. Strompreis von 0,35 € / kWh:

Konfiguration Heizsystem Ersparnis/Jahr (ca.)
Ohne PV Heizkörper ~600 €
Ohne PV Flächenheizung (z. B. Fußbodenheizung) ~1.400 €
Mit PV Heizkörper ~1.000 €
Mit PV Flächenheizung (z. B. Fußbodenheizung) ~1.700 €

Je nach Ausgangssituation ergibt sich so bereits im ersten Jahr eine spürbare Entlastung bei den laufenden Heizkosten, wenn die Wärmepumpe 2/3 des Heizbedarfs inkl. Warmwasserbereitung übernimmt.

Die Wärmepumpe als smarte Ergänzung

Förderung: Was ist möglich?

Je nach Systemkonfiguration und aktuellem Förderprogramm können Zuschüsse die Investitionskosten spürbar reduzieren. Wer konsequent Heizkosten sparen möchte, sollte dabei auch Förderungen frühzeitig einplanen – sie sind Teil der Gesamtrechnung. Die verfügbaren Förderungen für die Heizung unterscheiden sich je nach Systemauslegung und Programm. Einen speziell auf Hybridsysteme zugeschnittenen Überblick bietet die Seite zur Förderung für die Hybridheizung.

Da sich Förderbedingungen regelmäßig ändern, empfiehlt sich eine individuelle Beratung – sie klärt, welche Programme konkret für Ihre Situation gelten.

Ansprechpartner finden

Wann was sinnvoll ist

Hybrid-Wärmepumpe mit Gas oder ein kompletter Wechsel?

Nicht jedes Haus braucht dieselbe Lösung. Eine Hybrid-Wärmepumpe in Kombination mit Gas kann ein sinnvoller Zwischenschritt sein – vor allem dann, wenn die bestehende Anlage noch zuverlässig arbeitet und kein kompletter Umbau geplant ist.

Typisch ist diese Situation: Der Gaskessel funktioniert, das Budget soll gezielt eingesetzt werden, die Sanierung erfolgt Schritt für Schritt. Das Hybridsystem senkt in solchen Fällen die laufenden Kosten, ohne die bestehende Anlage sofort zu ersetzen.

Ein vollständiger Wechsel ist dagegen dann sinnvoll, wenn der Kessel am Ende seiner Lebensdauer steht, eine Gesamtsanierung geplant ist oder maximale Unabhängigkeit von fossilen Energien das Ziel ist. Einen Überblick über mögliche Wege bietet der Beitrag zur Alternative zur Gasheizung. Welche Systeme im Bestand besonders gut funktionieren, zeigt der Leitfaden zur besten Heizung für den Altbau.

Die beste Heizung für den Altbau

Gas & Wärmepumpe: Jetzt die passende Hybrid-Lösung finden

Am Ende zeigt sich, worauf es wirklich ankommt: Das Hybridsystem ersetzt nichts, was funktioniert. Es macht es effizienter. Sicherheit bleibt. Kosten sinken. Komfort steigt.

Dass dieser Ansatz funktioniert, bestätigt auch eine unabhängige Jury: Das Hargassner Hybrid-Paket wurde mit dem EnergieGenie 2026 ausgezeichnet, einem der renommiertesten Innovationspreise im Bereich Energieeffizienz in Österreich.

Im nächsten Schritt geht es nicht mehr um Theorie, sondern um Ihr konkretes Haus. Ein Fachberater prüft vor Ort, welche Lösung sinnvoll ist, abgestimmt auf Gebäude, Nutzung und Ihre Ziele.

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